Erfahrung jenseits des Geschichtsbuchs

Die Zeit des Nationalsozialismus wird aus gutem Grund mehrfach im Unterricht thematisiert. Dennoch gibt es weiterhin Antisemitismus, Rassismus und Fremdenhass in Deutschland. Umso wichtiger ist es, dass Kinder und Jugendliche aus der Geschichte für die Zukunft lernen, Parolen und Lügenbilder von Neonazis entlarven können und begreifen, wie es damals zu Verfolgung, Deportation und Massenmord kommen konnte. Diese Anliegen gaben den Anstoß zu dem Ausstellungsprojekt "Nazi-Terror gegen Jugendliche in der Region Freiburg" der Katholischen Akademie der Erzdiözese Freiburg. Von 2007 bis 2015 bearbeiteten über hundert Kinder und Jugendliche mit Unterstützung von ehrenamtlichen Fachleuten drei unterschiedliche Themenschwerpunkte: "Verfolgung, und Deportation in der Region Freiburg", Die Deportation der Badner jüdischen Glaubens nach Gurs 1940" und "Verfolgung, Deportation und Gegenwehr". Dafür sprachen die Jugendlichen mit Zeitzeugen und sichteten historisches Bild- und Filmmaterial. Herausgekommen ist eine Ausstellung, welche die damalige Situation anhand von persönlichen Schicksalen zugänglich macht, die sensibilisieren und aufklären soll. Darüber hinaus wurde die umfangreiche Sammlung in einer Dokumentation und einem Lehrerbegleitheft aufbereitet.

Die Erzbischof Hermann Stiftung unterstützt die Anliegen dieses Projektes. Konkret förderte sie die Erschließung der Videodokumentation, auf deren Basis die Ausstellung, die gedruckte Dokumentation und das Lehrerbegleitheft erstellt werden konnten. Denn die Erkenntnisse der Kinder und Jugendlichen sollen weitergegeben werden und auch in anderen Klassenzimmern für Aufklärung, Verständnis und Empathie sorgen.

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Eckdaten des Projekts

 

Projekt:
Nazi-Terror gegen Jugendliche - Ein Ausstellungsprojekt von Jugendlichen für Jugendliche

Ort:
Freiburg

Unterstützung:
Erschließung der Videodokumentation
2015

Fördersumme:
17.400 Euro

> Katholische Akademie der Erzdiözese Freiburg

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