Liturgische Ausstattung nach einem Siegerentwurf realisiert

Krönung und Abschluss der umfangreichen Restaurationsmaßnahmen in der Barockkirche St. Peter und Paul ist die neue liturgische Ausstattung. Aus einem Künstlerwettbewerb ging der Auftrag an den in Wien lebenden, international renommierten Künstler Peter Sandbichler, der im Bereich Skultpur, Objektkunst und Installation tätig ist.

Leitgedanke seines Entwurfes ist eine stilistisch homogene Formensprache, in der sich der historische Bestand mit zeitgenössischer Kunst verbindet, und sich darüber neue Sinnschichten erschließen.

Die Wirkung der speziellen Gestaltungstechniken des Barock, die mittels einfacher Materialien eine Illusion von Marmor erzeugen, wurde für den neuen Altar und Ambo aufgegriffen. Im Gegensatz zur historischen Technik wurde beides aus einem Block echten Marmors gearbeitet und sämtliche Einschüsse des Natursteins durch eine besondere Bearbeitung sichtbar gemacht.

Die Profile der beiden liturgischen Elemente sind identisch, wobei der Ambo nach oben gekrümmt die Assoziation eines Bücherstapels erzeugt.

Im Kontrast zu Altar und Ambo wurden die acht Sedilien, der Priestersitz und die Kredenz,  aus weißem Gießharz gefertigt und durch das Material und die reduzierte Form eine deutliche Abgrenzung erzielt. Gießharz fühlt sich an wie glatter Stein ist aber viel wärmer und passt sich rasch der Köpertemperatur an.

 

Foto: Erzbischöfliches Bauamt Konstanz

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