Der Stiftungszweck -
Priesterbesoldung sichern

Die Pfarrpfründestiftung ist nach kirchlichem Recht als selbstständige kirchliche Stiftung mit öffentlicher Rechtspersönlichkeit errichtet. Sie hat nach staatlichem Recht die Rechtsform einer Stiftung des öffentlichen Rechts. Der Zweck der Stiftung ist es, die Erzdiözese bei ihrer Aufgabe zu unterstützen, die Besoldung der Priester sicher zu stellen. Die Geschäfte der Pfarrpfründestiftung werden im Rahmen der Beschlüsse des Stiftungsrates durch das Erzbischöfliche Ordinariat besorgt.

Die Pfarrpfründestiftung hat grundsätzlich das Ziel, das Stiftungsvermögen in seinem Wert zu erhalten und mit den daraus erwirtschafteten Erträgen den Stiftungszweck zu erfüllen. Grundvermögen ist seit vielen Jahrhunderten ein wesentlicher Vermögensbestandteil kirchlicher Stiftungen. Und das kirchliche Vermögensrecht des Codex Iuris Canonici (CIC) lässt eine Veräußerung von Kirchenvermögen, insbesondere von Grundstücken, nur unter bestimmten Bedingungen zu.

Daher werden landwirtschaftlich nutzbare Grundstücke in erster Linie verpachtet, unbebaute Grundstücke vermietet und Bauland auf dem Wege des Erbbaurechts vergeben.

Vorteile einer zentralen Stiftung 

Dank der zentralen Stiftung wird der Stiftungszweck bestmöglich erfüllt. Denn sie bietet einen großen Vorteil: Die bisher mit der Vertretung und Verwaltung der Stiftungen betrauten Ortspfarrer werden entlastet. Zuständig sind jetzt Juristen, Wirtschafts-, Verwaltungs- und Immobilienfachleute der Diözesanverwaltung. Sie nehmen die laufenden Geschäfte wahr und verwalten das gesamte Stiftungsvermögen.

Das führt zu einem weiteren Vorteil: zu effizienterem Wirtschaften. Dabei hat sich die Stiftung das Ziel gesetzt, Erlöse aus Grundstücksveräußerungen wieder in Grundstücke zu investieren. Eine solche Refundierung von Verkaufserlösen soll zum wirtschaftlichen Vorteil der Stiftung sein. Profitieren sollen aber auch die Partner der Stiftung wie zukünftige Erbbaurechtsnehmer oder Pächter landwirtschaftlicher Grundstücke.

Wirtschaftlich sinnvoll ist auch eine Arrondierung zu zusammenhängenden, großen Gebieten. Dies kann durch freiwillige Flurbereinigung, Verkauf oder Kauf geschehen. Das Ziel ist die Schaffung besser bewirtschaftbarer Liegenschaften. Die Pfarrpfründestiftung bietet dafür die Möglichkeit, unabhängig von früheren Pfarrei- und Stiftungsgrenzen den Grundstücksverkehr abzuwickeln.

Der Schöpfung verpflichtet 

Als kirchliche Stiftung ist die Pfarrpfründestiftung ausdrücklich dem Erhalt der Schöpfung verpflichtet. Dies bedeutet: Alles Denken und Handeln wird bestimmt vom Anspruch auf Nachhaltigkeit, soziale Ausgewogenheit und ökologische Vertretbarkeit. Natürlich werden auch ökonomische Gesichtspunkte mit bedacht.

In den für die gesamte Erzdiözese gültigen „Pachtbedingungen für kirchliche Grundstücke“ werden die Pächter von landwirtschaftlichen Grundstücken ausdrücklich zur umweltgerechten Bewirtschaftung der Stiftungsgüter verpflichtet. Bei der Verwaltung des Hausbesitzes kommen dort, wo es möglich ist, regenerative Energien zum Einsatz.

Ich möchte stiften!