Windumtost und wieder wetterfest

Barocke Wallfahrtskapelle St. Maria zum Berg Karmel in Meersburg-Baitenhausen umfangreich saniert

Ein Schmuckstück der Oberschwäbischen Barockstraße: Die im Jahre 1704 geweihte Wallfahrtskirche St. Maria zum Berg Karmel steht allein in ungeschützter Höhenlage über dem Meersburger Ortsteil Baitenhausen. Der Blick von dort ins Salemer Land macht die beliebte Hochzeitskirche zu etwas Besonderem im gesamten Linzgau. 

An der wohl von Fürstbischof Marquard Rudolph von Rodt gestifteten Kirche hatten Fassade, Dach- und Deckenkonstruktion sowie historische Ziegel im Laufe der Jahre unter Wind und Wetter gelitten. Auch ein Specht hatte mit emsigem Hämmern zu Beschädigungen beigetragen. Eine aufwändige Sanierung sowie Modernisierung der windumtosten Kapelle war nach der letzten großen Renovierung in den Jahren 1963 bis 1967 nun wieder dringend nötig geworden. Dachstuhl sowie Glockenturm wurden instandgesetzt. Historische Biberschwanzziegel, Lärchenholzschindeln, Weißtannendielen und eine Holzflexdämmung – eine natürliche und nachhaltige Sanierung unter Denkmalschutzgesichtspunkten war oberste Priorität. Historische Bleiverglasungen, der Stuck im Inneren der Kapelle sowie Sandsteinteile wurden repariert und ausgebessert, die Außenfassade erstrahlt jetzt wieder in einem warmen Gelbton. Modernisiert wurden zudem Elektroanlagen sowie der Blitzableiter. Es entstanden Gesamtkosten von 570.000 Euro. Seit Februar 2022 finden nach einer knapp einjährigen Sanierungsphase wieder Gottesdienste in der Kapelle statt.

Die Erzbischof Bernhard Stiftung förderte die Sanierung mit 57.000 Euro. 

 

Foto: Architektur Studio 2

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