Neu verputzt und feingemacht

Kaplaneigebäude von St. Margarethen in Waldkirch frisch saniert

Ein einzigartiges geschlossenes Architekturensemble unter Denkmalschutz prägt den Kirchplatz von St. Margarethen in Waldkirch. Nach aufwändiger Außensanierung und Modernisierung erstrahlen die Kaplaneigebäude als Teil des historischen Ensembles wieder in neuem Glanz. Die fünf im 19. Jahrhundert errichteten ehemaligen Wohnhäuser der Kapläne vermitteln zusammen mit den Gebäuden aus Dekanei, Fruchtkasten (bzw. Zehntscheuer), Kanonikerhaus, Bedienstetenhaus und Chorregentenhaus ein lebendiges Bild der Vergangenheit des ehemaligen Kollegiatstiftes St. Margarethen. In einem Kollegiatstift lebten weltliche Priester in einer Gemeinschaft zusammen, die keinem Orden angehört. Einzelne Gebäude in Waldkirch reichen bis in die Barockzeit zurück. An keinem anderen Ort, an dem es bis zur Säkularisation (der Enteignung der kirchlichen Güter durch den damaligen Staat um 1800) ein Kollegiatstift gab, ist ein derart geschlossenes Gebäudeensemble erhalten. 

Die Kaplaneigebäude 1, 3 und 5 aus dem 19. Jahrhundert wurden umfassend saniert. Feuchtigkeit hatte dem Außenputz im Lauf der Jahre stark zugesetzt. Der Sandstein musste saniert, beschädigte Steine teilweise ausgetauscht werden. Auch die Fensterläden wiesen deutliche Witterungsschäden auf und wurden gegen neue ausgetauscht. Gerüstbau-, Steinmetz- und Zimmerarbeiten und Blechner-, Putz-, Schlosser-, Schreiner-, Fenster- und Malerarbeiten sowie die Modernisierung von Elektroinstallation und Blitzschutz verlangten eine Investition von rund 300.000 Euro.

Die Kaplaneigebäude stehen der Kirchengemeinde St. Margarethen sowie den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Waldkirch zur Verfügung. Hier sind auch das städtische Museum, das Gemeindehaus und die kirchliche Sozialstation untergebracht. Das Zentrum des historischen Ensembles bildet die Kirche St. Margarethen, die eine der großen Bauten des Baumeisters Peter Thumb ist und als Barockjuwel des Elztals gilt.

Der Breisgauer Katholische Religionsfonds förderte die Sanierung der Kaplaneigebäude.

 

Foto: Stefan Ruch

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