Ein Kleinod aus Holz

Rundrum neue Holzschindeln für die St. Sebastiankapelle in Menzenschwand

Holzschindeln, wohin man sieht: Die denkmalgeschützte St. Sebastiankapelle von 1604 in Menzenschwand ist komplett damit verkleidet, sogar ihr Zwiebeltürmchen. Mit dieser Bauart ist sie ein wichtiges geschichtliches Zeugnis. Aber sie ist auch immer noch ein rege genutzter geistlicher Ort. Umso wichtiger war es, die durch das raue Klima des Schwarzwaldes in Mitleidenschaft gezogene Außenhaut aus Holz zu erneuern und auch das Dach wieder wetterfest zu sanieren.

Der Gemeinderat von St. Blasien hatte die Sanierung 2019 beschlossen. Vom Denkmalamt genehmigt wurden die alten Holzschindel entfernt und die darunter liegenden beschädigten Holzbretter ausgetauscht. Auf die so sanierte Unterkonstruktion befestigten die Handwerker an den Außenwänden neue Fichtenrückenschindeln. Das Dach erhielt eine dreifache Eindeckung mit Alaska-Zedern-Schindeln, weil diese wetterbeständiger sind.

Für das christliche Leben in Menzenschwand ist die St. Sebastiankapelle noch heute wichtig. Die katholische Kirchengemeinde nutzt sie regelmäßig für Gottesdienste und die Maiandachten. Aus Sicht des Denkmalamts hat sie künstlerischen, wissenschaftlichen und heimatgeschichtlichen Wert und damit verbunden besteht ein öffentliches Interesse an dem Erhalt der Kapelle.

Die Erzbischof-Bernhard-Stiftung förderte die Sanierung der Kapelle mit 7.000 Euro.

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