Trostspendende Kapelle brauchte selbst Hilfe

Lourdeskapelle in Herbolzheim-Bleichheim außen und innen saniert ...

Viele Menschen schon haben in der schmucken Lourdeskapelle in Herbolzheim-Bleichheim Trost gesucht. In den letzten Jahren war die 1913 in einen Steilhang am Ortsrand hinein gebaute kleine Kapelle aber selbst in Not gekommen. Schlamm und Schichtenwasser hatten seit Jahrzehnten auf das religiöse Kleinod gedrückt und nun dessen Bausubstanz gefährdet. Um die beliebte Kapelle zu retten und zu erhalten, waren umfangreiche Renovierungsarbeiten erforderlich.

Im ersten Schritt wurde der Steilhang abgesichert und eine Drainage gelegt. Dies ermöglichte, dass die Sandstein- und Putzfassade getrocknet und saniert sowie die kleine Außenanlage neu gefasst werden konnte. Dann kam die Außensanierung der Kapelle dran und die Kapelle erhielt ein neues Ziegeldach. Auch die Holzkonstruktion und Verblechung der Glockentürmchen mit Kugel und Kreuz wurden erneuert. Dank der großzügigen Spende einer Nachbarin erhielt die Kapelle eine neue Glocke mit Lager und Joch. Im Inneren des Gotteshauses waren die Bänke so stark vom Holzwurm befallen, dass nur eine Erneuerung in Frage kam. Auch an der holzgeschnitzten Madonna und der knienden Frau im Inneren der Kapelle hatte der Holzwurm genagt. Nach einer Begasung und aufwändiger Restaurierung erhielten sie wieder ihre ursprünglichen Farben. Nachdem auch die Wände neu geweißt und der Gestühlsboden renoviert wurde wirkt die kleine Kirche nach knapp zwei Jahren Sanierung nun wie neu.

Mit 10.000 Euro hat der Breisgauer Katholische Religionsfonds die Sanierung und damit den Erhalt der Kapelle gefördert.

Fotos: Walter Hess

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